Christiane Karg

Die künstlerische Leiterin Christiane Karg debütierte im Sommer 2006 bei den Salzburger Festspielen und erregt seitdem als Opern- und Konzertsängerin international Aufsehen. Die Sopranistin, in Feucht­wangen (Bayern) geboren, erhielt ihre Gesangsausbildung am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Dort machte sie auch ihren Master Lied/Oratorium und den Abschluss im Fach Oper/Musiktheater, wofür man ihr die Lilli-Lehmann-Medaille verlieh.

Erste Engagements führten Christiane Karg an das Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper sowie als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie die wichtigen Rollen ihres Fachs sang: darunter Susanna, Pamina, Servilia, Musetta, Zdenka, Mélisande. Sie gastierte an führenden Opernhäusern in Deutschland und im europäischen Ausland, darunter die Bayerische Staatsoper, die Komische Oper Berlin, das Theater an der Wien sowie an der Opéra de Lille. Als Sophie war Christiane Karg zuletzt unter der Leitung von Christian Thielemann an der Dresdner Semperoper, wie auch in einer Neuproduktion unter Sebastian Weigle an der Oper Frankfurt zu erleben. Weitere Höhepunkte der vergangenen Saison waren Kargs umjubeltes Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Pamina, die Mélisande, mit der sie an die Hamburgische Staatsoper zurückkehrte sowie zwei konzertante Aufführungen als Susanna in Mozarts „Le nozze di Figaro“ im Festspielhaus Baden-Baden unter der Leitung von Yannick Nezét-Seguin. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christiane Karg mit den Salzburger Festspielen. An der Lyric Opera of Chicago, wo die Künstlerin zu Beginn der aktuellen Spielzeit erstmalig zu erleben ist, interpretiert sie die Susanna. Nach ihrem Debüt an der Mailänder Scala mit der Sophie in „Der Rosenkavalier“ war Christiane Karg an der Bayerischen Staatsoper als Blanche in den „Dialogues des Carmélites“ zu hören.

Als Konzertsängerin tritt Christiane Karg mit vielen bedeutenden Orchestern im In- und Ausland auf. Im Wiener Musikverein mit Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, mit dem NDR Symphonieorchester unter Christoph Eschenbach und Thomas Hengelbrock, der Tschechischen Philharmonie unter Manfred Honeck, dem ORS in Genf unter Marek Jurowski, dem RSO Wien unter der Leitung von Cornelius Meister, mit Les Arts Florissants, mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann sowie regelmäßig mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons, mit den Wiener Symphonikern unter Herbert Blomstedt und den Rotterdam Philharmonic und mit The Philadelphia Orchestra jeweils unter der Leitung von Yannick Nezét-Seguin.

In der aktuellen Saison ist Christiane Karg erneut zu Gast im Wiener Konzerthaus, wo sie unter der Leitung von Daniel Harding mit Schumanns „Faust-Szenen“ zu erleben ist. Weitere Engagements führen die Sängerin zu Santa Cecilia nach Rom, um unter Andrés Orozco-Estrada Haydns „Schöpfung“ zur Aufführung zu bringen, nach München, wo sie mit Beethovens „9. Symphonie“ unter Andrew Manze bei den Münchner Philharmonikern debütieren wird, zu den Bambergern Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie mit Schumanns „Das Paradies und die Peri“ sowie zum Mahler Chamber Orchestra mit Mahlers 2. Symphonie. Es folgen zudem Wiedereinladungen zur Mozartwoche mit Mendelssohns „Elias“ und zu den Berlinern Philharmonikern mit dem Fauré Requiem unter der Leitung von Christian Thielemann sowie eine Einladung zum London Symphony Orchestra wiederum mit Schumanns „Faust-Szenen“.

Ihre Leidenschaft zum Liedgesang und zu kammermusikalischen Projekten pflegt die junge Sopranistin in besonderer Weise. Neben den zurückliegenden Liederabenden bei den Salzburger Festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Rheingau Musikfestival und beim Kissinger Sommer konzipiert und verantwortet sie als künstlerische Leiterin ihres Festivals Kunstklang in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen eine eigene Konzertsaison. Sie tritt in der aktuellen Spielzeit an der Seite von Wolfram Rieger zum wiederholten Male bei der Schubertiade Hohenems/Schwarzenberg sowie mit Graham Johnson in der Londoner Wigmore Hall auf. Eine ausgedehnte Tournee führte Christiane Karg mit Malcolm Martineau in die USA, wo sie u.a. in der Carnegie Hall sowie in San Francisco zu hören sein wird. Eine weitere Konzertreise unternahm die Künstlerin, ebenfalls mit Malcolm Martineau nach Asien. Im Sommer 2017 ist Christiane Karg außerdem „Artiste étoile“ des Mozartfestes in Würzburg.

Christiane Karg erhielt für ihre erste bei Berlin Classic erschienene Lied-CD Verwandlung – Lieder eines Jahres (Klavier: Burkhard Kehring) den renommierten Musikpreis Echo Klassik der Deutschen Phono-Akademie. Nach ihren CDs Amoretti mit Arien von Mozart, Gluck und Grétry und Heimliche Aufforderung mit Liedern von Richard Strauss (Klavier: Malcolm Martineau) erschien 2015 ihre CD Scene! mit dem Barockorchester Arcangelo unter Jonathan Cohen, für die sie im Sommer 2016 in der Kategorie Solistische Einspielung erneut mit dem Echo Klassik geehrt wurde. Im April 2017 veröffentlichte sie die CD „Parfum“.